Wegen Brandschutz: Kein Unterricht mehr im H-Bau der Grundschule

Mit beginnenden neuem Schuljahr werden die Klassenstufen vier bis sechs im Gebäude der Oberschule beschult. Der H-Bau ist für den Schulbetrieb gesperrt.

Wegen Brandschutz: Kein Unterricht mehr im H-Bau der Grundschule

Die vierten bis sechsten Klassen der Grundschule werden mit Schuljahresbeginn, am 10. August 2020, im Gebäude der Oberschule in der Müncheberger Bergmannstraße beschult. Darüber informierte nun die Bürgermeisterin Dr. Uta Barkusky (Die Linke) die Öffentlichkeit. Bereits am 10. Juni 2020 wurden die Elternsprecher der Grundschule auf einer Info-Veranstaltung über die Pläne unterrichtet. Grund sei, dass aufgrund rechtlicher Bestimmungen des Brandschutzes ein weiterer Unterricht im sogenannten H-Bau nicht mehr möglich sei. Bereits seit September 2017 ist bekannt, dass es an der Grundschule Probleme mit dem Brandschutz gibt, deren Beseitigung große finanzielle Auswirkungen für die Stadt Müncheberg hat. Seitdem suchten Abgeordnete und Verwaltung nach einer nachhaltigen Lösung des Problems. Ein Komplettumzug der Grundschule stand zur Debatte, stieß aber auf erheblichen Widerstand. Schlussendlich empfahl der eigens dafür eingerichteter Sonderausschuss „Schulentwicklung“ den Verbleib der Grundschule am jetzigen Standort. H-Bau, Neubau I, Turnhalle und der ehemalige Speisesaal sollen jedoch abgerissen werden und an dessen Stelle soll ein komplett neuer Grundschulcampus entstehen. Doch aufgrund der jetztigen Situation sei ein kurzfristiger, aber temporärer, Umzug der Grundschule zur Aufrechterhaltung des Schulbetriebs unausweichlich.

Grundschule nutzt die beiden unteren Etagen

In den Ferien wurden alle baulichen und organisatorischen Vorbereitungen getroffen um einen geordneten Schulbetrieb zum 10.08.2020 zu gewährleisten.“, so die Bürgermeisterin. Sie sei für die Müncheberger Kinder zuversichtlich, dass „in gemeinsamen Prozessen ein „Miteinander lernen“ entstehen kann.“ Nachdem der Umbau und die Renovierung im Gebäude der Oberschule in großen Teilen abgeschlossen sei, konnte dann am 29. Juli 2020 mit dem Umzug vom H-Bau in die neuen Räumlichkeiten in der Bergmannstraße begonnen werden. Bis Freitag, den 7. August, sollen dann alle Arbeiten abgeschlossen sein und die Räume entsprechend möbliert und gereinigt sein.

Gemeinsamer Schulstart für alle Grundschulkinder

Wie die Bürgermeisterin weiterhin mitteilt, treffen sich die Grundschulkinder aller Klassenstufen am 10.08.2020 zunächst auf dem Schulhof des Altbaus. Begleitet von Lehrkräften starten die Jahrgangsstufen vier bis sechs von dort aus ihren Umzug an den neuen Standort in der Bergmannstraße. Dort beziehen die sieben Klassenverbände dann ihre neuen Unterrichtsräume. Die Klassen 1 bis 3 nutzen in diesem Schuljahr weiterhin die Unterrichtsräume im Altbau der Grundschule. Die Essenversorgung sei an beiden Standorten sichergestellt. Eltern, die die Versorgung ihrer Kinder bislang selbst organisiert haben, mögen dies bitte rechtzeitig mit dem jeweiligen Anbieter klären.

Der Hortbetreuung bleibt für die Jahrgangsstufen 2 und 3 als Übergangslösung im H-Bau und die der ersten Klassen erfolgt in eigenen Räumlichkeiten im Altbau. Die Hortkinder der Jahrgangsstufe 4 werden nach der 6. Stunde am Standort Bergmannstraße bleiben und von Erziehern vor Ort betreut. Neben Hausaufgabenstunden und freiem Spiel seien dann verschiedene Angebote und Projekte geplant. Die gilt jedoch nur bis 15:30 Uhr. Die Kinder, die darüber hinaus einen Betreuungsbedarf haben, werden ab diesem Zeitpunkt, begleitet von Erziehern, den Weg zum Späthort im H-Bau antreten.

Hygiene-Regeln sind weiterhin einzuhalten

Über die konkreten Hygienemaßnahmen sollen die Eltern mit Beginn des neuen Schuljahres von der Grundschule eine aktuelle Übersicht zum Hygieneplan erhalten. Über diesen und alle weiteren wichtigen organisatorischen Fragen können sich die Eltern auf der Internetseite der Grundschule (www.grundschule-muencheberg.de) informieren.

Temporäre Containerlösung für die Klassenstufen 1 - 3 geplant

Da das Platzangebot im Gebäude der Oberschule jedoch begrenzt ist, sei für den notwendigen Umzug der Klassenstufen eins bis drei eine Containerlösung geplant. Damit sei aber nicht vor dem Schuljahr 2021/2022 zu rechnen. Die Hortbetreuung würde dann nach dem Umzug der 1. bis 3. Klasse im Altbau erfolgen. Und anschließend könnte dann, zumindest theoretisch, mit den Abriss- und Baumaßnahmen begonnen werden. Doch hier ist die Politik gefragt.

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