Dr. Peter Weißhuhn erhält Förderpreis der Stadt Müncheberg 2020

Am 02. September 2020 erhielt Dr. Peter Weißhuhn den Förderpreis der Stadt Müncheberg. Bürgermeisterin Dr. Uta Barkusky überreichte den Preis im ZALF.

Dr. Peter Weißhuhn erhält Förderpreis der Stadt Müncheberg 2020

Für seine Doktorarbeit „Bewertung der Vulnerabilität von Biotopen gegenüber Landschaftsveränderungen“ wurde Dr. Peter Weißhuhn am 02. September 2020 mit dem Förderpreis der Stadt Müncheberg ausgezeichnet. In einer Feierstunde im ZALF überreichte die Müncheberger Bürgermeisterin Dr. Uta Barkusky den Preis, der herausragende Leistungen von Nachwuchsforscherinnen und -forschern am Wissenschaftsstandort Müncheberg prämiert. Der Geoökologe Peter Weißhuhn forscht in der ZALF-Arbeitsgruppe „Folgenabschätzung von Landnutzungsänderungen“, wo auch seine Dissertation von Prof. Dr. Katharina Helming betreut wurde.

Im Rahmen seiner kumulativen Doktorarbeit hat Dr. Peter Weißhuhn eine Bewertung der Verletzlichkeit (Vulnerabilität) von Biotopen entwickelt, die in der Landschaftsplanung anwendbar ist. Lebensräume von Pflanzen und Tieren die durch Landnutzungsänderungen am stärksten zergliedert wurden, an Fläche verloren haben und gleichzeitig die geringsten Aussichten auf Regeneration zeigen, sind demnach am verwundbarsten. Landnutzungsänderungen umfassen zum Beispiel die Bebauung von natürlichen Flächen oder deren Rodung bzw. Trockenlegung für eine landwirtschaftliche Nutzung.

Am Beispiel der Region Schorfheide-Chorin in Brandenburg hat Dr. Peter Weißhuhn Indikatoren zur Bemessung der Verletzlichkeit von Biotopen entwickelt. In einem zweiten Schritt passte er die Analyse für große Datensätze an und weitete sie auf das gesamte Bundesland aus. Mit weiteren Anpassungen ist dieses Instrument auch in anderen Bundesländern und noch großflächiger einsetzbar und könnte dazu beitragen, Naturschutzziele effizienter zu erreichen.

In ihrer Laudatio hob Frau Prof. Helming besonders hervor, dass der Preisträger neben seiner wissenschaftlichen Arbeit auch Fähigkeiten bewiesen hat, international Fuß zu fassen und sich zu behaupten. Die Bürgermeisterin lobte darüber hinaus auch den lokalen Bezug, der auch ein Kriterium für die Auswahl der Jury ist. Sie sei überzeugt, dass diese Doktorarbeit künfitg als wichtiges Werkzeug in der Raumplanung dienen wird. Gegenwärtig laufen Landschaftsplanungen auf regionaler und kreislicher Ebene. Und auch die Stadt Müncheberg sei dabei, so die Bürgermeisteirn. „Ich kann mir vorstellen, dass der Forschungsansatz auch dazu beitragen kann, die Biodervisität in ausgeräumten Agrarlandschaften zu fördern. Dazu gibt es gerade auch Ansätze in den Landschaftsplanungen unseres Naturparks Märkische Schweiz.

Bevor Bürgermeisterin Uta Barkusky den Preisträger ehrte, dankte sie auch ihren Jurymitgliedern Frau Prof. Frielinghaus, Frau Dr. Wurbs und Herrn Dr. Dannowski, die sich intensiv mit den Arbeiten der Nominierten beschäftigten. Und seit April konnten coronabedingt alle Zuarbeiten und Beratungen nur noch per E-Mail absolviert werden. Doch mit Dr. Peter Weißhuhn sei ein würdiger Preisträger gefunden worden.

Über das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V.

Gemeinsam mit Akteuren aus der Wissenschaft, Politik und Praxis forscht das ZALF an der ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltigen Landwirtschaft der Zukunft. Als Beitrag zur Bewältigung globaler gesellschaftlicher Herausforderungen wie Klimawandel, Ernährungssicherung, Erhalt der Biodiversität und Ressourcenknappheit entwickeln und gestaltet es Anbausysteme im Landschaftskontext, die den Bedarf an pflanzlicher Produktion mit Nachhaltigkeit verbinden. Hierzu werden komplexe Landschaftsdaten mit einem einzigartigen Set an experimentellen Methoden, neuen Technologien, computergestützten Modellen und sozioökonomischen Ansätzen kombiniert.

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