Bahn plant Reaktivierung von Gleis 1

Das Gleis 1 im Bahnhof Müncheberg (Mark) soll nach Plänen der Deutschen Bahn reaktiviert werden und somit eine Taktverdichtung auf der RB26 ermöglichen.

Bahn plant Reaktivierung von Gleis 1

Auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses der Stadt Müncheberg, am 25.11.2020, informierte die Stadtverwaltung über Pläne der Deutschen Bahn, das ehemalige Gleis 1 am Bahnhof Müncheberg reaktivieren zu wollen. Dies bestätigte das Bahnunternehmen nun auch gegenüber oderland.news. Man habe mit den Planungen begonnen, wonach der erweiterte Bahnsteig im Dezember 2022 in Betrieb gehens soll. Der Ausbau geschehe im Hinblick auf eine geplante Tatkverdichtung.

Gleis bleibt weiterhin Stumpfgleis

Die Charkteristik vom Gleis 1 soll unverändert bleiben, d.h. der Prellbock wird weiterhin bestehen bleiben, womit wird der Bahnsteig auch künftig ebenerdig erreichbar sein wird. Am vorhandenen Bahnsteig selbst, sind keine größeren Bauarbeiten vorgesehen, da er bereits die vorgeschriebene Höhe von 55 Zentimeter vorweisen kann. Die neue Bahnsteigkante muss jedoch noch mit einem Blinden-Leit-System ausgestattet werden. Da durch die Lage des Prellbocks die Bahnsteiglänge am Gleis 1 verkürzt ist, soll diese in Fahrtrichtung Berlin verlängert werden, um so die vorgeschriebenen Länge zu erreichen. Insgesamt soll das Gleis 1 auf einer Länge von mehr als 300 Meter erneuert und mittels Weiche an das bestehende Netz angeschlossen werden.

20-Minuten-Takt möglich

Wie die Deutsche Bahn weiterhin mitteilte, wäre mit dem Abschluss der Bauarbeiten infrastrukturseitig ein 20-Minuten-Takt möglich. Doch Verantwortung über die Bestellung der Verkehrsleistungen bei den Eisenbahnverkehrsunternehmen liegt bei den Ländern Berlin und Brandenburg und erfolgt über den VBB - Verkehrsverbund Berlin Brandenburg. Der DB Netz AG liegen für das Fahrplanjahr 2023 jedoch noch keine Informationen zu einer Taktverdichtung vor, also auch nicht für einen 30-Minuten-Takt.

Ob und wann die Ostbahn weiter ausgebaut wird, hänge von der Finananzierung ab. Dazu hatte das Land Brandenburg den Ausbau der Ostbahn für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet. Doch Aufgrund der negativen Kosten/Nutzen-Rechnung wurde das Vorhaben vom Bundesverkehrsministerium nicht aufgenommen, so die Deutsche Bahn. Und damit gibt es für die DB Netz AG keine Finanzierungsmöglichkeit für einen weiteren Ausbau der Strecke. Hier könne aber das Land Brandenburg selbst tätig werden, um weitere Finanzmittel zu erschließen.

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