Christoph Berendt mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Für sein langjähriges Engagement in der deutsch-polnischen Begegnungsstätte Schloss Trebnitz wurde Christoph Berendt mit dem Verdienstkreuz ausgezeichnet.

Christoph Berendt mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Am Montag, 17. August zeichnete Ministerpräsident Dietmar Woidke in Trebnitz Christoph Berendt mit „Verdienstkreuz am Bande“ aus. Mit dem vom Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehenem „Verdienstkreuz am Bande“ des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wird der 67 Jahre alte Trebnitzer für sein langjähriges Engagement in der deutsch-polnischen Begegnungsstätte Schloss Trebnitz geehrt.

Woidke in seiner Laudatio: „Mehr als 27 Jahre lenkte er die Geschicke des Vereins Schloss Trebnitz. Seinem ehrenamtlichen Engagement als Mitbegründer und Vorsitzender des Vereins ist es zu verdanken, dass aus dem einst sanierungsbedürftigen Herrenhaus ein architektonisches Kleinod, vor allem aber ein weit über die Region hinaus anerkanntes deutsch-polnisches Bildungs- und Begegnungszentrum wurde.

Christoph Berendt studierte Maschinenbau-Ingenieur und machte sich nicht nur für die deutsch-polnische Jugendbildung und -begegnung stark. Er engagierte sich darüber hinaus für gesellschaftliche und soziale Teilhabe in seiner Heimat. So war er nach der Wende in Märkisch-Oderland Mitglied des ersten Kreistages, wirkte im Gemeindekirchenrat mit und war Mitinitiator der Partnerschaft zwischen Märkisch-Oderland und der russischen Stadt Kamyschin. Auch in der Jagdgenossenschaft und im Angelverein ist er engagiert.

Woidke weiter: „Der Verein Schloss Trebnitz hatte sich bei seiner Gründung im Jahr 1992 zur Aufgabe gemacht, Anknüpfungspunkte zwischen Jugendlichen dies- und jenseits der deutsch-polnischen Grenze zu finden und diese jungen Menschen zusammenzubringen. Unzählige junge Leute waren seitdem auf Schloss Trebnitz und haben vieles gelernt über politische Partizipation und bürgerschaftliches Engagement. Und mehr noch: Sie haben Freundschaften geschlossen, sind Freundinnen und Freunde geworden. Dadurch sind Deutschland und Polen näher zusammengerückt. Das haben wir Christoph Berendt zu verdanken.

Ohne ihn wäre diese Bildungsstätte nicht das, was sie heute ist.“ so der Ministerpräsident. „Dabei geht es auf Schloss Trebnitz nicht nur um unsere nachbarschaftlichen Beziehungen über die Oder hinweg. Der Verein leistet auch Jugendarbeit mit anderen Schwerpunkten – aber immer mit dem Blick auf internationale und interkulturelle Begegnungen. Für mich heißt das: In Brandenburg, Deutschland und Europa gibt es viele Kinder und Jugendliche, die mit Schloss Trebnitz großartige Projekte und Erlebnisse verbinden. Ein besseres Marketing gibt es nicht für einen Ort.

Nach den Worten des Ministerpräsidenten Dietmar Woidke ist Schloss Trebnitz aus der deutsch-polnischen Zusammenarbeit und der interkulturellen Jugendarbeit nicht mehr wegzudenken: „Und zwar nicht nur für Brandenburg, sondern auch von polnischer Seite aus. Der Verein leistet auch sehr viel für die Pflege der Beziehungen zwischen Brandenburg und der polnischen Region Wielkopolskie. Ob es um die Zivilgesellschaft geht, um kulturelle Vorhaben oder um Kontakte in die Verwaltung: Als Partnerschaftsbeauftragter ist der Verein Schloss Trebnitz kaum zu ersetzen. Christoph Berendt hat diese Zusammenarbeit über viele Jahre geprägt. Es bestand nie ein Zweifel, woran sein Herz hängt: Deutschland, speziell Brandenburg, und Polen näher zusammenzubringen.

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