Festnahmen in Grünheide

Am Dienstag, dem 22. März 2022 blockierten Demonstranten den Verkehr, um die Herstellung von Elektroautos im neuen Tesla-Werk zu verhindern.

Festnahmen in Grünheide

Unter Teilnahme ausgewählter Kundschaft, Vertretern aus Politik und Wirtschaft, des Firmenmanagements und Personals der Produktionslinie nahm Elon Musk, Inhaber der Firma Tesla am 22. März 2022 die „Gigafactory“ in Grünheide in Betrieb. Gegner der Ansiedlung des Unternehmens hatten für diesen Tag zu einer Gegenversammlung aufgerufen.

Die Polizei war mit Kräften der Polizeidirektion Ost, der Inspektion Oder-Spree/Frankfurt (Oder) und der Direktion „Besondere Dienste“ einschließlich der Bereitschaftspolizei rund um den Veranstaltungsort im Einsatz. Auch die Berliner Polizei unterstützte ihre Brandenburger Kolleginnen und Kollegen.

„Gegen 12:30 Uhr wurden an zwei Schilderbrücken an der BAB 10 mehrere Personen gesichtet, die sich an Seilen über die Autobahn hingen“, berichtet Kriminalhauptkommissar Stefan Möhwald von der Polizeidirektion Ost. „In beiden Fahrtrichtungen beteiligten sich jeweils fünf Personen an dieser Form des Protestes. Zwei von ihnen hingen dann in Fahrtrichtung Süd über der Autobahn, während es in der Gegenrichtung des gesamte Quintett war.“

Die Polizei sah sich gezwungen, die Autobahn 10 zu sperren, was auch zu Staus auf den Umleitungsstraßen führte. Letztlich gelang es, die Protestierenden von den Brücken zu holen. Gegen die Verdächtigen läuft ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

„Darüber hinaus ließen sich 17 Personen zu einer Sitzblockade an einer Zufahrt zum Werksgelände nieder“, fährt Stefan Möhwald fort. „Vier von ihnen klebten sich mit Sekundenkleber auf dem Boden fest und mussten vom Straßenbelag gelöst werden. Hier steht nun der Vorwurf der Nötigung im Raum, zumal die Beteiligten auf mehrmalige Ansprachen nicht reagierten.“

Vier weitere Personen drangen auf das Fabrikgelände vor, was Ermittlungen wegen Hausfriedensbruchs nach sich zieht. „Einer der Eindringlinge leistete gegen die eingesetzten Polizisten Widerstand und wird sich auch deswegen zu verantworten haben“, so Möhwald. „Insgesamt musste die Polizei an diesem Tag 18 Personen in Gewahrsam nehmen. Auch 13 Platzverweise sind ausgesprochen worden. Verletzt wurde nach jetzigen Erkenntnissen aber keiner der Beteiligten.“

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