Beratung und Spenden für Flüchtlinge

Montags bis samstags von 13 bis 15 Uhr berät das Słubicer Collegium Polonicum Menschen aus der Ukraine zu allgemeinen Fragen und Studienmöglichkeiten.

Beratung und Spenden für Flüchtlinge

Drei am Collegium Polonicum angebotene kostenlose Polnisch-Kurse für Ukrainerinnen und Ukraine werden laut Quellen der Europa-Universität Viadrina bereits viel nachgefragt. Frankfurts Universität betreibt das Collegium Polonicum gemeinsam mit der Adam-Mickiewicz-Universität Poznan. Das Collegium bietet jetzt auch kostenlose Online-Weiterbildung für polnische Lehrerkräfte zur Vermittlung von Polnisch als Fremdsprache an.

Im Foyer des Collegium Polonicum in Słubice ist die Ausstellung „Ukraine. Unerklärter Krieg“ von Oleksandr Klymenko zu sehen. Auf dreißig Tafeln zeigt der ukrainische Fotojournalist Bilder des Kriegs im Osten der Ukraine aus den Jahren 2014 und 2015. Die Ausstellung kann montags bis freitags von 7 bis 21 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei. Corona-Verbote gelten in Polen ab Montag, 28. März 2022 nicht mehr.

Seit Beginn der russischen Invasion bitten Studierende und Forschende aus der Ukraine die Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) um Hilfe. Um ihnen helfen zu können, hat die Stiftung Europa-Universität Viadrina einen Förder- und Notfallfonds eingerichtet. Ziel ist es, Perspektiven auf ein Studium an der Frankfurter Universität zu bieten und Wege ins deutsche Bildungssystem zu öffnen.

„Das geht auch für uns als Universität und Studierendenschaft nicht ohne zusätzliche Mittel“, erklärt Prof. Dr. Julia von Blumenthal, Präsidentin der Viadrina. „Als Universität können wir Deutschkurse und Studienplätze anbieten und Geflüchtete in unsere akademische Gemeinschaft aufnehmen. Fördereinrichtungen haben zusätzliche Programme aufgelegt, bei denen wir Anträge stellen, staatliche Unterstützung steht bereit. Dennoch gibt es schon jetzt akute Bedarfe und absehbare Förderlücken, die wir schließen möchten.“

Schirmherr des Fonds ist der ehemalige Viadrina-Professor Dr. Karl Schlögel. „Im Bereich Ukrainistik hat die Viadrina eine spezifische wissenschaftliche Expertise und belastbare Netzwerke aufgebaut, die sie nun für diese absolut notwendige Aufgabe der Aufnahme und Förderung geflüchteter Studierender und Forschender aus der Ukraine einsetzen kann und muss“, betont der Historiker. „Und das nicht nur als unbürokratische, schnelle Hilfe, sondern vor allem auch zur nachhaltigen Sicherung von Bildungsbiografien durch die Bereitstellung mittel- und langfristiger Unterstützung, um auch die Rückkehr nach dem Ende des Krieges zu erleichtern.“

Spenden an den Fonds verwendet die Stiftung für die Unterbringung der Flüchtlinge in Wohnheimen und Mietwohnungen bei der Ankunft in Frankfurt (Oder), Hilfe beim täglichen Lebensbedarf, psychologische Beratung, Stipendien und die Einbindung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Spendenkonto:

Kreditinstitut: Sparkasse Oder-Spree

Kontoinhaber: Stiftung Europa-Universität Viadrina

IBAN: DE82 1705 5050 300 300 300 2

BIC: WELADED1LOS

Verwendungszweck: Spende „Ukraine-Hilfe / 33 00 10 54“

Weitere Informationen: www.europa-uni.de/ukrainefonds

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