Für 84.000 von 2,5 Millionen Menschen

Zurzeit vergibt das Land Brandenburg über die Rufnummer 116 117 nur wenige Termine für Corona-Impfungen.

Für 84.000 von 2,5 Millionen Menschen

Aufgrund der geringen Menge bestellter Dosen bleiben Corona-Impfungen im Land Brandenburg Mangelware. „Ich kann den Ärger vieler älterer Brandenburgerinnen und Brandenburger gut verstehen, die in der ersten Woche bei der Rufnummer 116117 kaum oder gar nicht durchkamen und stundenlang vergeblich versucht haben, den ersehnten Impftermin zu bekommen“, erklärt Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Grüne) in einer Pressemitteilung. „Wir arbeiten gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg mit Hochdruck daran, die Erreichbarkeit zu verbessern.“

Das Bundesland erhielt 58.500 Impfstoffdosen von den Konzernen BioNTech und Pfizer. Bis zum 16. Februar 2021 soll diese Zahl laut Ankündigung des Bundesgesundheitsministeriums auf 156.000 Impfstoffdosen steigen. Die ersten 2.400 Impfstoffdosen von Moderna könnte Brandenburg am 12. Januar 2021 bekommen. Der volle Impfschutz erfordert zwei Impfungen. So kann Brandenburg bis Mitte Februar voraussichtlich 84.000 Personen impfen. Die Bevölkerungszahl des Bundeslands beträgt rund 2,5 Millionen.

Über 80-Jährige, die in stationären Einrichtungen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder dort tätig sind, Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten und Beschäftigte im Gesundheitswesen, die einem besonders hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, genießen Vorrang. In Brandenburg zählen zu diesen Personengruppen zirka 280.000 Menschen. Impfzentren existieren in Potsdam, Cottbus und Schönefeld. Die Landesregierung stellt weitere Einrichtungen in Elsterwerda, Frankfurt (Oder), Oranienburg, Brandenburg an der Havel, Eberswalde, Prenzlau, Luckenwalde und Kyritz in Aussicht.

Wer es schafft, einen Impftermin zu kriegen, benötigt eine schriftliche Terminbestätigung, einen Impfpass, ein unterschriebenes Aufklärungsblatt und die ebenfalls unterschriebene Impfeinwilligung. An allen Standorten ist mit langen Wartezeiten zu rechnen. 15.091 Menschen erhielten inzwischen eine Impfung.

Laut Erkenntnissen der ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts meldeten 83 Prozent der Testpersonen in der Altersgruppe 16 bis 55 Jahre Schmerzen an der Einstichstelle nach der ersten Dosis. Sechs Prozent der Testpersonen dieser Altersgruppe bemerkten Rötungen an der Einstichstelle. Weitere sechs Prozent klagten über Schwellungen. Unter den systemischen Reaktionen waren Abgeschlagenheit (47 Prozent), Kopfschmerzen (42 Prozent) und Muskelschmerzen (21 Prozent) die häufigsten Symptome nach der ersten Dosis in der Altersgruppe 16 bis 55 Jahre. Nach der zweiten Impfstoffdosis traten systemische Reaktionen ähnlich häufig auf.

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