„Nehmt die Maske ab“

Zum fünften Mal protestierten Menschen in Frankfurt gegen ein Aufrechterhalten der Eindämmungsverordnung.

„Nehmt die Maske ab“

Am Samstag, dem 6. Juni 2020 demonstrierten Frankfurterinnen und Frankfurter schon zum fünften Mal gegen die Corona-Verbote. Die vom Musiker Horst-Uwe Killa angemeldete Veranstaltung stand unter dem Motto: „Freiheit der Gedanken, Freiheit des Handelns“. Etwas über ein Dutzend Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich am oberen Brunnenplatz.

„Wir sind der Auffassung, dass es keinen vernünftigen Grund mehr gibt, die Eindämmungsverordnung aufrechtzuerhalten“, erklärte Killa in seiner Auftaktrede. Die Zahl der Menschen, die sich mit dem Erkältungsvirus Sars-CoV-2 anstecken, sei bundesweit rückläufig. „Die drei Säulen der Risikobewertung des RKI: Übertragbarkeit, Krankheitsschwere, Ressourcenbelastung des Gesundheitsversorgungssystems führen bei nüchterner Betrachtung der Zahlen des RKI zu dem Ergebnis, dass die Gefahren für Leben, Gesundheit und Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens gering sind. Trotzdem kommt das Robert Koch-Institut zu der Einschätzung, dass die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland derzeit weiterhin insgesamt hoch ist, für Risikogruppen sehr hoch. Und die Bundeskanzlerin erklärte in ihrer Videobotschaft vom 30. 5. 2020, dass wir Medikamente und Impfstoff brauchen. Beides deutet darauf hin, dass den Menschen die Verabreichung von Medikamenten und Impfstoffen als einzige Lösung suggeriert wird.“

Dem setzen Killa und seine Mitstreiter sieben Frankfurter Thesen entgegen. Darin fordern sie: „Überwinden Sie die verordnete soziale Distanz. Legen Sie die Maske ab, wenn Sie die Maske nicht tragen wollen oder können. Leben Sie gesund. Fordern Sie den ganz normalen Betrieb für alle Schulen, Kitas und soziale Einrichtungen. Wenden Sie sich gegen eine allgemeine Impfpflicht. Fordern Sie einen unabhängigen Corona-Untersuchungsausschuss. Weder hier in diesem Land, noch in der EU, noch weltweit soll sich ein Immunitätsnachweis etablieren.“

Die zweite Rednerin, Physiotherapeutin Jana Lorenz kritisierte die von Regierung und Medien verbreitete Parole #wirbleibenzuhause. Wer gesund bleiben möchte, brauche soziale Kontakte, müsse regelmäßig an die frische Luft und in die Sonne. „Nehmt die Maske ab und steht auf“, rief sie den Anwesenden am Brunnenplatz zu. „Wir müssen jetzt sagen: Wir machen da nicht mehr mit.“ Nach den Eröffnungsreden zogen die Protestierenden durch die Innenstadt und verteilten Flugblätter.

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