Neuer Universitätspräsident

Senat und Stiftungsrat der Europa-Universität Viadrina wählten gestern den Osteuropa-Historiker Professor Dr. Eduard Mühle zum Präsidenten.

Neuer Universitätspräsident

Professor Dr. Eduard Mühle dankte für das in ihn gesetzte Vertrauen. „Universitäts- und Wissenschaftspolitik sind mir seit meinen ersten Berufsjahren sehr vertraut, die Geisteswissenschaften eine akademische Berufung und Polen und das östliche Europa seit Jahrzehnten sowohl professionell wie privat sehr nahe – daher ist die Viadrina genau der richtige Platz für mich, als Universitätspräsident Verantwortung zu übernehmen“, teilt der neue Präsident mit. „An der Spitze der Viadrina darauf hinzuwirken, dass diese besondere Universität an diesem besonderen Ort als eine Stätte attraktiver Lehre, innovativer Forschung, internationaler Kooperation und gesellschaftsrelevanter Transfers noch sichtbarer wird und noch wirksamer ihren akademisch-wissenschaftlichen Beitrag zur Bewältigung aktueller Krisen und anstehender Zukunftsaufgaben leistet, ist eine ebenso spannende wie herausfordernde Aufgabe, der ich mich mit voller Kraft widmen werde.“

Der Vorsitzende des Senats der Universität, Prof. Dr. Christoph Brömmelmeyer bezeichnet Mühle als glänzenden Nachfolger für Julia von Blumenthal, die zur Berliner Humboldt-Universität wechselt. „Eduard Mühle ist nicht nur der Richtige, weil er als langjähriger Direktor eines Leibniz-Instituts die Erfahrung hat, die man für die professionelle Leitung einer in Forschung und Lehre erfolgreichen Universität braucht“, so Brömmelmeyer. „Er ist auch der Richtige, weil er die besonderen Beziehungen der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) zu Polen vorantreiben kann: Er spricht Polnisch, hat als Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Warschau über Jahre in Polen gelebt und hat sich als Historiker intensiv mit der polnischen Geschichte auseinandergesetzt.“ Außerdem sei Mühle Kenner der Ukraine und Russlands.

Prof. Dr. Klaus Dicke, Vorsitzender des Stiftungsrats sagt: „Ich freue mich, dass nach dem sorgsamen Findungsverfahren im Zusammenspiel von Stiftungsrat und Senat mit Prof. Dr. Eduard Mühle ein souverän überzeugender Kandidat mit ausgewiesener Osteuropa-Kompetenz und exzellenten Kontakten in die Universitäts- und Wissenschaftslandschaften in Osteuropa zum neuen Präsidenten der Viadrina gewählt wurde. Ich bin sicher, dass das Ruder der Europa-Universität damit in guten Händen liegt und wünsche ihm vollen Wind in den Segeln.“

Auch Brandenburgs Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle (SPD) gratuliert: „Ich freue mich sehr, dass die Hochschule mit Prof. Dr. Eduard Mühle nun einen Präsidenten bekommt, der zu den profiliertesten Osteuropa-Wissenschaftlern hierzulande gehört. Darüber hinaus ist er ein erfahrener Wissenschaftsmanager, forschungs- und durchsetzungsstark sowie international exzellent vernetzt. Prof. Dr. Eduard Mühle ist in der Universitäts-Doppelstadt Frankfurt (Oder) – Słubice der absolut richtige Mann am richtigen Ort. Die vielfältigen Impulse bei zentralen gesellschaftswissenschaftlichen Themen, die von der Viadrina ausgehen, sind angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen – nicht nur in der Ukraine – wichtiger denn je.“

Die Wahl erfolgte auf Vorschlag einer aus Mitgliedern des Senats und des Stiftungsrats bestehenden Findungskommission, die Prof. Dr. Eduard Mühle am 17. Oktober 2022 als einzigen Kandidaten vorschlug. Bis zur Amtsübergabe leitet Prof. Dr. Eva Kocher die Europa-Universität Viadrina als geschäftsführende Präsidentin.

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