Warnschreiben vom Jugendamt ist echt

Die Echtheit eines Schreibens, welches die Eltern von Kindern in der Stadt Müncheberg zu mehr Aufmerksamkeit auffordert, wurde offiziell bestätigt.

Warnschreiben vom Jugendamt ist echt

Aktuell verbreitet sich in den sozialen Netzwerken in der Stadt Müncheberg ein Schreiben vom Jugendamt des Landkreises Märkisch-Oderland, welches „aus aktuellem Anlass“ über den „Verdacht des sexuellem Mißbrauchs von Kindern durch einen Anwohner in Müncheberg“ informiert. Weiterhin heißt es darin, dass Eltern in Absprache mit der Polizei diesbezüglich sensibilisiert werden sollen. So sollten Kinder nicht mit Fremden mitgehen und die Eltern sollten darüber hinaus immer wissen, wo sich ihr Kind aufhält. Doch aufgrund der Art und Weise der Verbreitung und eines fehlenden Kopfbogens, welcher vom Landkreis üblicherweise verwendet wird, kamen Zweifel über die Herkunft und Echtheit dieses Schreibens auf.

Das Schreiben ist echt!

Die im Schreiben genannte Mitarbeiterin vom Jugendamt, verantwortlich für Kinderschutz, existiert und bestätigte gegenüber oderland.news telefonisch die Echtheit. Weiterhin bestätigte ein Pressesprecher der Polizei, dass die Polizeiinspektion Märkisch-Oderland seit dem 07.11.2020 gegen einen 66 Jahre alten Mann wegen des Verdachts des sexuellen Mißbrauchs ermittelt werde. Im Zuge dieser Ermittlungen hat man sich mit dem zuständigen Jugendamt in Verbindung gesetzt, woraus dieses erwähnte Schreiben resultierte. Die Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen.

Thomas Berendt, Pressesprecher des Landkreises Märkisch-Oderland, bestätigte gegenüber oderland.news ebenfalls den Sachverhalt. Ein konkreter Verdachtsfall in Müncheberg habe das Jugendamt Märkisch-Oderland zu einer Fallberatung mit der Polizei veranlasst. In dessen Ergebnis wurde vereinbart, die Eltern in Müncheberg zu sensibilisieren. Dies geschieht in der Regel auf einer Elterninformationsveranstaltung durch die Polizei in den Schulen. Doch da dies corona-bedingt nicht möglich war, erfolgte nach Absprache mit der Polizei die Information der Eltern über die Schulen. Dazu gab es im Vorfeld einen Austausch mit den Schulleitern. Und um möglichst viele Eltern zu erreichen, habe man sich für diesen Weg entschieden.

Anmerkung der Redaktion:
Schauen Sie nicht weg! Wenn Sie den Verdacht haben, etwas gehört oder gesehen haben, dann wenden Sie sich an die entsprechenden Stellen oder an die Polizei. Überlassen Sie diesen Stellen die Ermittlungen und nehmen Sie Abstand davon, jeden Verdacht ungeprüft in sozialen Netzwerken zu verbreiten.

Weiter Infos unter: www.nummergegenkummer.de

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