Kleinflugzeug kracht in Tower

Auf dem Flugplatz Eggersdorf bei Müncheberg prallte am Sonntagnachmittag ein Kleinflugzeug gegen den Tower und blieb dort hängen.

Kleinflugzeug kracht in Tower

Am Sonntagnachmittag, den 19.07.2020, wurden Polizei und Rettungskräfte um kurz nach halb zwei zum Flugplatz nach Eggerdorf bei Müncheberg (Märkisch-Oderland) gerufen. Dort sei es beim Landeanflug eines Ultraleichtflugzeuges zu Komplikationen gekommen, in dessen Folge der Flieger mit dem Flugtower zusammenstieß. Dabei blieb das Flugzeug im Bereich das Daches und der Kanzel in cirka 15 Metern Höhe stecken. Die beiden Insassen, der 68-jährige Pilot sowie sein 46 Jahre alter Begleiter, erlitten dabei Verletzungen, die nach ersten Erkenntnissen jedoch nicht lebensbedrohlich waren. Sie wurden mit den beiden herbeigerufenen Rettungshubschraubern in nahegelegene Krankenhäuser ausgeflogen. Die Person, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks im Tower befand, blieb unverletzt.

Die Bergung des Flugzeugwracks erwies sich als schwierig

Die Bergungsarbeiten des Wracks erwiesen sich als schwierig, da sich im Flugzeug ein Rettungssystem befand, welche im Notfall mittels Sprengpatrone einen Rettungsfallschirm herauskatapultiert. Aus diesem Grund mussten zuvor Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes noch die Sprengpatrone der Rettungseinheit und die Batterie des Flugzeuges entfernen. Im Anschluss konnten die Kameraden der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerkes das Wrack bergen. Die Polizei ermittelt jetzt, wie es zu dem Absturz kam.

Eggersdorf ist seit 2020 Sonderlandeplatz

Seit 01. Feburar 2020 ist der Flugplatz Eggersdorf bei Müncheberg ein Sonderlandeplatz. Im Gegensatz zu einem Verkehrslandeplatz, wo jeder landen und starten darf, dürfen dies bei einem Sonderlandeplatz nur die Betreiber oder, nach Abprache, auch Dritte. Für Sonderlandeplätze existiert keine Betriebspflicht. Das heißt, dass Öffnungszeiten, wo der Tower besetzt sein muss, nicht vorgeschrieben sind.

Der Flugplatz Eggersdorf diente seit seiner Gründung als Militärflugplatz im Jahr 1936 bis zur Wende 1990 nahezu ausschließlich militärischen Zwecken. Engagierte Sportfreunde konnten dann erreichen, dass der Flugplatz im Jahr 1993 als Verkehrslandeplatz zugelassen wurde. Im Jahr 2012 wurde, im Rahmen von Umstrukturierungen, die Landebahn auf jetzt 1.200 Meter verkürzt, denn große Teile der Flugplatzfläche sollten mit einem Solarfeld bebaut werden. Ein Jahr später wurde der Tower mit angeschlossenem Betriebsgelände errichtet.

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