Bald mit frischem Klang

Bis Herbst soll die Orgel in der Konzerthalle instand gesetzt werden.

Bald mit frischem Klang

Seit 2019 arbeiten die Frankfurter Stadtverwaltung und die Messe und Veranstaltungs GmbH an einer Lösung, um die dringend notwendige Generalinstandsetzung der großen Sauerorgel in der Konzerthalle „Carl Philipp Emanuel Bach“ durchführen zu können. Die Orgel ist in Teilen nicht mehr spielbar. Der mobile Spieltisch aus dem Jahr 1977 ist störanfällig und muss ersetzt werden.

Nun gelang es, die Mittel für die erforderlichen Maßnahmen, von der Reinigung über die Instandsetzung bis hin zur Stimmung, bereitzustellen. Es handelt sich um die aufwendigste Überholung der Orgel seit ihrer Errichtung 1975. Die Auftragssumme für Reinigung, Instandsetzung und Stimmung der Sauerorgel beläuft sich auf knapp 90.000 Euro. Die Kosten für die Neuanschaffung des fahrbaren Spieltischs betragen gut 92.000 Euro.

Alle 3.964 Pfeifen des Instruments werden ausgebaut. Verbeulte Metallpfeifen werden gerundet, deformierte Fußspitzen erneuert, alle Lötnähte überprüft. Bei den Holzpfeifen sind defekte Verleimungen zu beseitigen. Alle Pfeifen werden gereinigt und abgedichtet. Die Windladen, Ventile, die gesamte Kanalanlage, die Registratur und der feste Spieltisch werden gereinigt, repariert und neu einreguliert. Anschließend erfolgen Nachintonation und Generalstimmung der Orgel.

Diese Arbeiten bedeuten erheblichen Aufwand für die Frankfurter Firma Sauer Orgelbau, und sind voraussichtlich im Herbst 2020 beendet. Dann kann die Orgel wieder in den regulären Konzertbetrieb integriert werden. Geplant ist, dass die restaurierte Orgel zum ersten Mal wieder am 13. November 2020 bei der Sonntagsmatinee des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt zu hören sein wird. Dann spielt Denny Wilke Orgelmusik von Franz Liszt. Bei „Klassik am Sonntag“ am 29. November 2020 soll es zudem Musik für Orgel und Schlagzeug geben.

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