Lesung auf der Burg Storkow

Am Donnerstag, dem 24. Juni 2021 wird um 19 Uhr auf der Burg Storkow aus dem aktuellen „kursbuch oder-spree“ vorgelesen. Der Eintritt ist frei.

Lesung auf der Burg Storkow

„Landwirtschaftlicher Grund und Boden sollten nicht in Privatbesitz sein.“ Diese Maxime des Gründers des Hofs Marienhöhe, Dr. Erhard Bartsch, gefällt auch Helmut Kolzer. Seit sechs Jahren sind er, seine Frau Cosima und ihre zwei Kinder Teil der Hofgemeinschaft in Bad Saarow. Ihr Anliegen ist, das Land schonend und gemeinwohlorientiert zu nutzen, ganz im Sinne Demeters, der griechischen Göttin der Fruchtbarkeit und des Bodens, und so, wie es schon 1928 auf der Marienhöhe begonnen wurde.

Diesem ältesten Biohof Deutschlands ist eines der Kapitel im aktuellen „kursbuch oder-spree“ gewidmet, aus dem am 24. Juni um 19 Uhr auf der Burg Storkow vorgelesen wird. Weitere Themen an diesem Abend sind das Naturschutzgebiet Groß Schauener Seenkette und das Landgut Neuendorf im Sande. 1932 wurde letzteres als Arbeiterkolonie und Ausbildungsstätte für jüdische Jugendliche gegründet.

In diesem so genannten Hachschara-Lager absolvierten die jungen Leute eine handwerkliche und landwirtschaftliche Lehre, um Ausreisezertifikate – zum Beispiel für Palästina oder Argentinien – zu erhalten. 1941 funktionierten die Nationalsozialisten die Kolonie zu einem Zwangsarbeits- und Sammellager für Deportationen um. 2018 vom Projekt „Zusammen in Neuendorf“ erworben, werden die Äcker heute in Form einer solidarischen Landwirtschaft bewirtschaftet.

Neben den Autoren und Autorinnen des „kursbuchs“ sind auch die jeweiligen Protagonisten bei der Lesung zu Gast. Eine kleine Wanderausstellung mit den Porträts von Andreas Batke umrahmt den Abend. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Anmeldung unter der Rufnummer 03366-35 27 06 ist empfohlen, aber nicht verpflichtend.

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