Skulptur in Neuberesinchen abgebaut

Am Mittwoch, dem 18. November 2020 ließ das städtische Kulturbüro die Skulptur „Frieden“ des Kunstschmieds Christian Roehl an der Birkenallee demontieren.

Skulptur in Neuberesinchen abgebaut

Die etwa 3,50 Meter hohe Stahlskulptur gab die Stadtverwaltung noch vor der friedlichen Revolution in Auftrag. Fertiggestellt wurde das Kunstwerk erst 1994. Es war Teil der bildkünstlerischen Konzeption, die im Zusammenhang mit der Fertigstellung des vierten Wohnkomplexes in Neuberesinchen entstand. Der Sockel aus Cortenstahl stellte verschrottete Waffen dar, aus denen sich symbolisch der Frieden emporhebt.

Im Zuge von Bauarbeiten versetzte die Stadt das Kunstwerk 2015 von seinem ursprünglichen Standort in der Willichstraße in die Birkenallee, die frühere Leninallee in Neuberesinchen. Dabei wurde der Metallsockel beschädigt und durch einen Betonsockel ersetzt.

Nach der nun erfolgten Demontage des Kunstwerks will Torsten Theel von der Hofschmiede Dahlem, Atelier für Metallgestaltung, der eng mit Christian Roehl zusammenarbeitete, den ursprünglichen Sockel rekonstruieren. Wann die Skulptur „Frieden“ in den öffentlichen Raum zurückkehrt, ist zurzeit noch nicht bekannt.

Der Metallgestalter Christian Roehl ist mit insgesamt acht Kunstwerken im Frankfurter Stadtgebiet vertreten. Neben vier Skulpturen in Neuberesinchen, auf dem Ziegenwerder und in der Nuhnenstraße, gestaltete er den seit langem trockenen Trinkbrunnen für die Große Scharrnstraße, den Ausleger der Bibliothek und das Friedhoftstor samt Schriftgestaltung.

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