Abschied mit Blumen

Die Frankfurter Stadtverwaltung verabschiedete Renate Labes, Dr. Martin Schieck und Mario Quast.

Abschied mit Blumen

Bei der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, dem 25. Juni 2020 nutzte René Wilke den Programmpunkt „Information des Oberbürgermeisters“, um drei Menschen zu würdigen, die „in dieser Verwaltung lange Zeit gearbeitet und sich verdient gemacht haben“, und jetzt ausscheiden. Gemeint waren Renate Labes, Dr. Martin Schieck und Mario Quast. Sie erhielten zum Abschied Blumensträuße von René Wilke, Bürgermeister Claus Junghanns und Dezernentin Milena Manns.

„Frau Labes ist seit vielen Jahren Teil dieser Verwaltung“, sagt Wilke. „Sie hat mindesten vier Oberbürgermeister erlebt und verschiedenste Vorgesetzte, und sie wird bestätigen können, dass das jedesmal eine neue Herausforderung ist, sich in diesen Konstellationen wieder einzufinden.“ 20 Jahre lang leitete Renate Labes die Beteiligungssteuerung der Stadt. Davor arbeitete sie als Amtsleiterin des Steueramts und der Kämmerei. Zu den Prozessen, die sie begleitete, zählen der Verkauf des Klinikums Markendorf und die Teilprivatisierung der Stadtwerke. „Wir haben in der Vergangenheit schwierige Entscheidungen getroffen“, sagt Renate Labes und fordert die Stadtverordneten auf: „Bleiben Sie kritisch, das bringt uns voran. Hinterfragen Sie Dinge, bevor solche großen Entscheidungen getroffen werden, das kann für die Entscheidung selbst nur positiv sein.“

Dr. Martin Schieck wurde 1982 stellvertretender Direktor und später Leiter des Museums Viadrina. „Auch da kann man allein anhand der Zeitspanne ersehen, dass es unmöglich wäre, hier aufzulisten, was er alles gemacht hat“, sagt Oberbürgermeister Wilke. Als wichtigstes Beispiel nannte er die Umsetzung und Aktualisierung der Dauerausstellung im Museum. „Bis vor kurzem konnten wir auch den gefundenen Schatz begutachten, und das hat Herr Schieck natürlich auch mit vorangetrieben.“ Dr. Schieck engagierte sich für die Dauerausstellung in der Marienkirche, die aus finanziellen Gründen nur zum Teil umgesetzt wurde, und für die Gedenkstätte für die Opfer politischer Gewaltherrschaft. Er versicherte den Stadtverordneten, im Ruhestand seinen Einsatz in Vereinen und als Stadtführer fortzusetzen. „Geschichte ist wichtig, Identifizierung mit der Heimat ist wichtig, und wir brauchen das, um gemeinsam die Zukunft der Stadt zu gestalten“, findet Dr. Schieck.

Mario Quast wechselte 2013 vom deutsch-polnischen Büro der Sparkasse in die Stadtverwaltung. Dort arbeitete er erst kommissarisch, ab Herbst 2015 hauptamtlich als Wirtschaftsreferent. Neben der Betreuung von Unternehmerinnen und Unternehmern war er verantwortlich für Frankfurts Partnerstädte, befasste sich mit der Entwicklung des deutsch-polnischen Tourismus und dem Breitbandausbau. Er verlässt die Stadtverwaltung, da er im Mai zum Amtsdirektor des Schlaubetals gewählt wurde. „Es ist mir ein Bedürfnis zu sagen“, so Quast „dass ich die Hand reiche für weitere Zusammenarbeit.“ Er dankte den Hausmeistern, die beim Umzug halfen, sowie den Ausschussvorsitzenden und Stadtverordneten für die gute Zusammenarbeit. Besonders erwähnte er dabei den SPD-Mann Ingo Pohl: „Bleiben Sie so ein streitbarer Demokrat und nerven Sie die Stadtverwaltung.“

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