Feierliche Eröffnung der Feldsteinscheune

Die Brandenburger Bildungsministerin Britta Ernst sowie weitere Gäste eröffneten am Montag, 31. August 2020 feierlich die sanierte Feldsteinscheune in Trebnitz.

Feierliche Eröffnung der Feldsteinscheune

Am 31. August 2020 wurde auf der Gutsanlage Schloss Trebnitz die frisch sanierte Feldsteinscheune feierlich eröffnet. Neben der Ministerin für Bildung, Jugend und Sport das Landes Brandenburg, Britta Ernst, begrüßte Karl-Heinz Gebhard, Vorstand Schloß Trebnitz e.V. , zahlreiche geladene Gäste aus Politik und Zivilgesellschaft Deutschlands und Polens. Darunter waren unter anderem die Landtagsabgeordneten Bettina Fortunato (Die Linke) und Kristy Augustin (CDU), die Bürgermeister*in aus Müncheberg und Seelow, Frau Dr. Uta Barkusky und Jörg Schröder, die Vorstände der Sparkasse Märkisch-Oderland, Uwe Schumacher und Reinhard Kampmann sowie Frau Małgorzata Domagała, stellvertretende Oberbürgermeisterin der Stadt Gorzów Wielkopolski, und eine Vertreterin der Gemeinde Witnica.

Der neue und moderne Veranstaltungssaal in der Feldsteinscheune bietet Platz für cirka 200 Personen und soll zukünftig vermehrt kulturellen Veranstaltungen sowie Konferenzen und Tagungen zur Verfügung stehen. Er eröffnet dem Bildungs- und Begegnungszentrum Schloss Trebnitz damit neue pädagogische und inhaltliche Möglichkeiten der deutsch-polnischen Zusammenarbeit sowie der internationalen Jugendarbeit. Das historische Gebäude war in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Das mit Biberschwanzdachziegeln gedeckte Dach musste erneuert werden und die Feldsteinmauern waren einsturzgefährdet. Doch nun ist die Feldsteinscheune ein weiterer sehenswerter Bestandteil der denkmalgeschützten Gutsanlage rund um das Schloss Trebnitz.

Möglich wurde die Investition in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro durch das deutsch-polnische Projekt "Grenzenloser Dreiklang", mit den Städten Witnica und Gorzów als Partner, gefördert mit Mitteln des Interreg-Programms der EU, des Landes Bandenburg und der Stiftung Deutsche Jugendmarke. Das gemeinsame Projekt unterstützt die Entstehung von Natur-, Kultur- und Bildungsnetzwerken. Dazu gehört neben der Sanierung der Feldsteinscheune der Ausbau des Kulturhauses in Witnica zu einem hochwertigen Ort des grenzübergreifenden Kulturerlebnisses und des Siemiradzki-Parks in Gorzów zu einem niedrigschwelligen Begegnungsort mit Natur und Kunst. Die Partnerschaft kreiert außerdem mindestens zwölf neue Formate non-formaler Bildung.

Die Gastrednerinnen und Gastredner unterstrichen die Wichtigkeit der Arbeit des Bildungs- und Begegnunszentrums. Das Schloss Trebnitz sei ein Ort des Austauschs, des Lernens und der Erholung, wo sich Menschen aus der Region, aus Europa und aus der ganzen Welt begegnen. Allein im vergangenen Jahr waren rund 4.000 Kinder und Jugendliche zu Gast in Trebnitz und verbrachten dort rund 12.000 Teilnehmertage. „Das neue multifunktionale Gebäude verfügt über modernste technische Ausstattung und entspricht allen aktuellen brandschutztechnischen Anforderungen. Dabei wurde der der Charakter des Gebäudes erhalten“, so Ralf Meier vom Planungsbüro Pro3 aus Seelow.

Die nun eröffnete Feldsteinscheune ist ein sehr schönes Beispiel für einen typischen Märkischen Scheunenbau. Und diese Tradition gibt es in der Region schon seit rund 800 Jahren. Ralf Meier: „Die Feldsteinscheune ist ein hervorragendes Beispiel, wie alte und vergessene Gebäude wieder mit Leben befüllt werden.“ Eigentlich sei das Gebäude schon im Mai fertiggestellt worden. Doch aufgrund der Corona-Pandemie mussten die Feierlichkeiten verschoben werden. Und so übergab Ralf Meier den symbolischen Schlüssel an die Vertreter des Bildungs- und Begegnungszentrums, Darius Müller und Karl-Heinz Gebhard.

Logo