Erneute Corona-Proteste

Bundesweit demonstrierten Menschen in den vergangenen Tagen gegen die Corona-Verbote, auch in Eisenhüttenstadt und Frankfurt (Oder).

Erneute Corona-Proteste

Ein Jahr nach Beginn der Corona-Verbote und Freiheitsbeschneidungen nehmen die Proteste gegen diese Maßnahmen der Landes- und Bundesregierung zu. Am Freitag, dem 12. März 2021 demonstrierten Frankfurterinnen und Frankfurter für eine Öffnung der Gastronomie, Hotel-, Tourismus- und Veranstaltungsbranche, der Fitnessstudios, Bäder und Saunen. Viele der Menschen, die in diesen Bereichen arbeiten, haben durch Brandenburgs Corona-Verordnung keine Einnahmen mehr, und warten vergeblich auf angekündigte staatliche Soforthilfen.

„Worum geht es hier heute eigentlich?“, fragte Roland Storch, bekannt als DJ Storchi, bei der Eröffnung der Kundgebung. „Es geht darum, dass immer noch zu viele Branchen vergessen werden. Vergessen bei dementsprechenden Konzepten, bei angeblichen Öffnungsstrategien, et cetera. Ich rede hier nicht von irgendwelchen Branchen. Ich rede von zirka vier Millionen Soloselbstständigen in Deutschland. Ich rede von mehr als 30 Millionen Menschen, die in Deutschland in zirka zehntausend Saunen gehen. Ich rede von über einer Million Sozialversicherungsbeschäftigten in der Gastronomie, fast drei Millionen Menschen in der Tourismusbranche, gut 190.000 Beschäftigten in der Hotellerie, zirka 9,5 Millionen Mitgliedern in fast zehntausend Fitnessstudien, und über einer Million Beschäftigten in der Künstler- und Veranstaltungsbranche. Ich denke das sind Zahlen, die für sich sprechen, denn sie sind eine großer Teil von den 83 Millionen, die hier in Deutschland leben. Aber es ist auch ein großer Teil, der bisher nicht so wirklich bedacht wird bei Maßnahmen, bei Öffnungsstrategien et cetera. Um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, deswegen sind wir heute hier.“

DJ Storchi bedauerte die geringe Anzahl der Menschen, die an der Standdemonstration auf dem Brunnenplatz teilnahm. Zu Beginn der Kundgebung um 11 Uhr bestand die Kundgebung aus fünf Demonstrantinnen und Demonstranten, vier Medienvertretern und zwei Polizisten. Storch machte aber deutlich, dass es weitere Protestaktionen geben würde. „Es muss sich einfach etwas bewegen - nicht nur hier in Frankfurt (Oder), nicht nur im Land Brandenburg, sondern in ganz Deutschland.“

In Eisenhüttenstadt fand am Samstag, dem 13. März 2021 von 10.30 bis 12.20 Uhr zum wiederholten Mal ein Autokorso gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung statt. An der angemeldeten und genehmigten Versammlung nahmen in der Spitze laut Polizeiangaben bis zu 150 Fahrzeuge teil. Die Fahrzeuge bewegten sich mit Warnblicklicht und gelegentlichem Hupen durch Eisenhüttenstadt. Einige Fahrzeuge waren mit Luftballons in den Farben schwarz, rot, gelb und mit Deutschlandfahnen geschmückt. Weiterhin waren an einigen Fahrzeugen Plakate, meist in der Größe A4 angebracht. Während des Autokorsos kam es zu verkehrsbedingten Einschränkungen im Individualverkehr.

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