Verkehrsfreigabe der L23 zwischen Hennickendorf und Strausberg

Mit viel Politprominenz wurde die Ortsverbindung zwischen Hennickendorf und Strausberg feierlich wieder für Verkehr freigegeben.

Verkehrsfreigabe der L23 zwischen Hennickendorf und Strausberg

Seit 13 Jahren galt die L23 zwischen Hennickendorf und Torfhaus als Nadelöhr. Der Straßenzustand war schlecht und die Stützwand zum Wachtelberg marode. Einen Weg für Fußgänger und Radfahrer gab es nicht und der Verkehr musste per Ampelregelung einspurig vorbeigeführt werden. Doch dann standen im Rahmen eines 100-Millionen-Euro-Programms Gelder für die Sanierung von Landesstraßen zur Verfügung. Und so wurde im Jahr 2017 mit der grundhaften Sanierung des rund 890 Meter langen Streckenabschnitts begonnen. Dies musste jedoch unter Vollsperrung geschehen, was für die Pendler von und nach Strausberg einen größerem Umweg über die Umgehungsstraße Strausberg bedeutete.

Neben zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, die persönlich der feierlichen Verkehrsfreigabe beiwohnten, begrüßte Edgar Gaffrey (Vorstandsvorsitzender vom Landesbetrieb Straßenwesen) Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunal, Kreis- und Landepolitik. Dazu gehörten Rainer Genilke (CDU, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur Landesplanung), André Schaller (Mitglied des Landtags und ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde Rüdersdorf), Rainer Schinkel (Beigeordneter und Fachbereichsleiter im Landkreis Märkisch-Oderland), Elke Stadler (Bürgermeisterin der Stadt Strausberg), Sabine Löser (Bürgermeisterin der Gemeinde Rüdersdorf) und Monika Döppner-Smyczek (Ortsvorsteherin von Hennickendorf).

Rainer Genilke in seiner Rede: „Das lange Warten hat sich gelohnt. Für alle, die hier unterwegs sind, ist die Straße deutlich verkehrssicherer geworden. Den Anwohnerinnen und Anwohnern kommt die neue lärmarme Asphaltoberfläche zugute.“ und weiter „die Zeit der Vollsperrung vorbei, auf der wichtigen Strecke zwischen Strausberg und Rüdersdorf kann wieder gefahren werden.“ Ähnlich äußerte sich auch Rüdersdorfs Bürgermeisterin Sabine Löser, die auf die Wichtigkeit dieser Ortsverbindung für die Gemeinde Rüdersdorf. „Strausberg und Rüdersdorf sind wieder dichter zusammengerückt.“ „Insbesondere die Hennickendorferinnen und Hennickendorfer können ‘Ihren’ S-Bahnhof in Strausberg Vorstadt wieder sehr schnell erreichen“, ergänzte sie mit einem Augenzwinkern in Richtung der Strausberger Bürgermeisterin.

Gesamtbaukosten betrugen cirka 4,4 Millionen Euro

Die Bauausführung gestaltete sich äußerst schwierig. So wurden wurden während der Arbeiten diverse unbekannte Leitungen gefunden, die ausgebaut werden mussten. Darüber hinaus wurde das Baufeld von einer Gashochdruckleitung gequert und von einer 20-kV-Leitung tangiert, was zusätzliche Auflagen bei der Bauausführung zur Folge hatte. Leitungen sämtlicher Medien, wie Trinkwasser, Abwasser, Gas, Mittel- und Niederspannungsstrom sowie Fernmeldeleitungen mussten umfangreich umverlegt werden. Die Stützwand am Wachtelberg wurde auf einer Länge von 345 Meter neu errichtet. Zwei Durchlasse mussten abgerissen und neu gebaut werden, einer mit einer Stützweite von 9,73 Meter (über den Stranggraben) und ein weitere mit einer Weite von 4,70 Meter (über den Nebengraben). Die Straße wurde auf eine Breite von 6,50 Meter ausgebaut, erhielt zwei Mittelinseln und einen 2,50 Mter breiten Geh- und Radweg plus weiteren 0,75 Meter Sicherheitsstreifen.

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