Boot fahren verboten

Landrat Lindemann untersagt jetzt Schiffs- und Bootsausflüge.

Boot fahren verboten

Oder-Spree. Seit heute sind Bootsausflüge und touristische Schifffahrten im gesamten Landkreis verboten. Landrat Rolf Lindemann (SPD) beruft sich bei dieser Verfügung auf die seit 23. März 2020 gültige SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung der Landesregierung. Das Verbot tritt mit Ablauf des 19. April 2020 außer Kraft.

Ausgenommen von diesem Verbot sind muskelbetriebene Bootsfahrten mit kleinen Ruderbooten, Tretbooten, Zweier-Kajaks und Zweier-Kanus unter strikter Beachtung der Abstandsregeln. Sportboot- und Yachthäfen sowie Marinas dürfen ausschließlich vom Betriebspersonal betreten werden. Krananlagen dürfen nicht betrieben werden. Bootsrampen dürfen ausschließlich zum Ein- und Auswassern der vorab genannten kleineren Boote genutzt werden. Ausgenommen vom Zutrittsverbot sind Bootsbesitzer, wenn deren Anwesenheit aufgrund einer konkreten und akuten Gefahr, zum Beispiel einer Havarie zwingend erforderlich sein sollte. Betreibern von Yacht- und Sportboothäfen ist es untersagt, Personen zu touristischen Zwecken zu beherbergen.

„Wir in Oder-Spree leben auch vom Tourismus“, erkennt Rolf Lindemann an. „Insofern dürfen Gäste, gleich woher auch immer sie kommen, mit einer grundsätzlichen Aufgeschlossenheit rechnen. Wir haben auch nichts dagegen, dass Sie unsere Wälder zur Erholung und zum Sport nutzen - ganz im Gegenteil. Aber bitte passen Sie Ihr Verhalten den gegebenen Umständen an, halten Sie sich wie alle übrigen zurück. Das gilt insbesondere für den Wassersport. Dieser ist zwar grundsätzlich erlaubt, allerdings nur in zurückgenommener Form, die die Eindämmungsverordnung mit ihrer klaren Zielsetzung vorgibt. Wir können es deshalb nicht hinnehmen, dass über das Osterwochenende die gesamte Freizeitflotte zu Wasser gelassen wird oder große Motorboote den Scharmützelsee bevölkern“, sagte der Landrat in einer Videobotschaft. Es gelte weiter, soziale Kontakte auf das unbedingt notwendige Minimum zu beschränken. „Wir alle haben gemeinsam eine schwierige Phase zu durchleben und da gilt nun einmal für Einheimische wie auch für Gäste, dass sie sich den geltenden Regeln zu unterwerfen haben. Deshalb werden Ordnungsämter gemeinsam mit der Polizei gegen ein Freizeitverhalten, das nicht dem Geist und dem Sinn der Eindämmungsverordnung entspricht, rigoros einschreiten. Die Schonfrist für das Einüben der neuen Verhaltensvorgaben entsprechend der Eindämmungsverordnung ist beendet.“

Seit Beginn des Krankheitsausbruchs wurden in Oder-Spree insgesamt 81 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. 25 der erkrankten Personen sind inzwischen wieder gesund.

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