Denkmalsockel bald nicht mehr leer

Eine neue Skulptur soll ab September den Frankfurter Carthausplatz schmücken.

Denkmalsockel bald nicht mehr leer

Am Mittwoch, dem 9. September 2020 wird um 18 Uhr am Carthausplatz das vierte Kunstwerk des Projekts „Kunst statt Denkmal“ eingeweiht. Neben einem Grußwort von Sabine Wenzke, 1. Werkleiterin des Kultureigenbetriebs, wird der Künstler Pit Arens sein Kunstwerk vorstellen. Jacek Fałdyna umrahmt die Einweihung musikalisch.

Bereits im Mai demontierte Hannes Forster sein „Kriegedenkmal“ am Carthausplatz, um Platz für neue Kunst zu schaffen. Seit 2014 präsentieren regionale Künstlerinnen und Künstler wechselnde Kunstwerke auf dem leeren Sockel des Telegraphendenkmals. Das Denkmal aus dem Jahr 1925 war den 2.000 Mitgliedern des Telegraphen-Bataillons Nr. 2 gewidmet, die im Ersten Weltkrieg fielen. Skulptur und Inschrift des Denkmals wurden 1946 entfernt und gelten heute als verschollen.

Das „Denkmal für einen sesshaften Schatten“ von Pit Arens rückt das Schattendasein des Sockels in den Vordergrund. Auf einem kleinen, mit Blumenbeeten gestalteten Platz steht zentral ein von der Geschichte leer zurückgelassener Sockel. Dem Schattendasein als neutrales Podest beraubt, steht er plötzlich selbst sichtbar im Rampenlicht. Wie kommt etwas auf den Sockel und was geschieht im Schatten des Sockels? Der Künstler gibt diesem Schatten durch die Form einer Figur Substanz.

Nach einer dreijährigen Pause wird das „Kunst statt Denkmal“-Projekt am Carthausplatz nun unter der Trägerschaft des Vereins Kunstgriff in Kooperation mit dem Kulturbüro Frankfurt (Oder) weitergeführt. Die Arbeit des Berliner Künstlers Pit Arens soll ein Jahr lang zu sehen sein.

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