Erste Flüchtlinge vermittelt

Diesen Juni waren in Frankfurt (Oder) und den Nachbarkreisen 12.562 Menschen arbeitslos, 340 mehr als im Mai, aber 1.073 weniger als vor einem Jahr.

Erste Flüchtlinge vermittelt

Die Arbeitslosenquote stieg auf 5,6 Prozent. Kurzarbeit meldeten 21 Firmen an. Im Vormonat waren es neun. Die endgültigen Zahlen, wie viele Betriebe in einem Monat wirklich kurzarbeiten, treffen verzögert ein. Nach den Hochrechnungen arbeiteten im Februar 659 Betriebe und 2.865 Beschäftigte in Ostbrandenburg kurz.

„Die Arbeitslosigkeit, die saisonal üblich im Sommer ansteigt, ist in diesem Jahr bereits im Monat Juni leicht gestiegen“, berichtet Torsten Hesse, operativer Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder). Ein Grund sei die Überführung der Zahlungen für ukrainische Flüchtlinge von den Sozialämtern in die Jobcenter. „Hiermit ist oft eine Arbeitslosmeldung verbunden, was einen wichtigen Schritt im Rahmen der Jobsuche darstellt“, so Hesse.

In Frankfurt waren diesen Juni 2.056 Menschen arbeitslos, sieben weniger als vorigen Monat und 211 weniger als vor einem Jahr. In Märkisch-Oderland gab es 5.301 Arbeitslose, 367 mehr als im Mai und 442 weniger als im zweiten Corona-Jahr. Im Landkreis Oder-Spree waren im Juni 5.205 Leute arbeitslos, 20 weniger als im Mai und 420 weniger als im Vorjahr.

„Seit dem 1. Juni hat unser Jobcenter Märkisch-Oderland die Verantwortung für die Unterstützung von erwerbsfähigen geflüchteten Menschen und ihren Familienangehörigen aus der Ukraine übernommen, die sich in unserem Landkreis aufhalten“, erklärt Gabriele Schoel, Geschäftsführerin des Jobcenters Märkisch-Oderland. „Rund 850 erwerbsfähige Personen wurden dabei in die Betreuung aufgenommen. Inzwischen haben schon die ersten Geflüchteten eine Arbeit in Märkisch-Oderland aufgenommen, so dass sie zukünftig selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen können und eine neue Perspektive außerhalb des Kriegsgebietes haben.“

Das Frankfurter Jobcenter hat bisher etwa 180 Anträge bearbeitet. „Rund 100 Anträge befinden sich noch in der Bearbeitung“, meldet Bereichsleiterin Kathleen Nepp. „Unter den erwerbsfähigen Personen steht bisher nur ein kleiner Teil dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, da aktuell die Unterbringung der Kinder in Kita oder Schule sowie die Wohnsituation Vorrang hat. Hier bieten wir unsere Unterstützung an und arbeiten eng mit der Stadt zusammen. Auch die Aneignung von Sprachkenntnissen ist im Moment ein wichtiger Schritt vor der Arbeitssuche. Die ersten Integrationskurse sind in Frankfurt (Oder) bereits gestartet.“

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