Kein Antrag auf Bürgergeld notwendig

Diesen November waren in Frankfurt und den Nachbarkreisen 12.932 Menschen arbeitslos, eine Person weniger als im Oktober, aber 462 mehr als vor einem Jahr.

Kein Antrag auf Bürgergeld notwendig

Die Arbeitslosenquote blieb bei 5,8 Prozent. Kurzarbeit meldeten 30 Firmen an. Im Vormonat waren es 61. Die endgültigen Zahlen, wie viele Betriebe in einem Monat kurzarbeiten, treffen verzögert ein. Nach derzeitigen Hochrechnungen arbeiteten im Juli 226 Betriebe und 276 Beschäftigte in Ostbrandenburg kurz.

„Viele Unternehmen haben große Sorgen, halten aber an ihren Mitarbeitern fest“, berichtet Jochem Freyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder). „Mit Ausnahme des öffentlichen Sektors sinkt jedoch die Einstellungsbereitschaft. Gleichwohl gibt es noch viele freie Stellen für jeden der einen Job sucht. Für die kommenden Monate rechne ich auch aus saisonalen Gründen mit einer mäßig steigenden Arbeitslosigkeit. Insbesondere im stationären Handel, der Gastronomie und im Wohnungsbau werden die Beschäftigungsaussichten abnehmen. Unsere Jobcenter bereiten sich auf das neue Bürgergeld vor. Die erhöhten Regelsätze werden pünktlich zum Jahreswechsel ausgezahlt. Es ist kein neuer Antrag erforderlich“, so der Agenturchef.

2.901 Arbeitsstellen meldete die Arbeitsagentur diesen November in Ostbrandenburg. Gegenüber Oktober bedeutet das einen Rückgang von 498 Stellen beziehungsweise 15 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 358 Stellen weniger.

Bis 2. Dezember 2022 bekommen Arbeitgeber zwischen 8 und 18 Uhr unter der Telefonnummer 0800-45 555 20 Auskunft über Fördermöglichkeiten bei der Einstellung von Behinderten. Diese Beratung bildet Teil einer bundesweiten Aktionswoche für Inklusion am Arbeitsplatz. „Inklusion ist nicht nur ein Menschenrecht und ein Weg zu mehr Vielfalt in der Belegschaft, sondern auch eine kluge unternehmerische Entscheidung um aktuellen und zukünftigen Personalengpässen zu begegnen“, sagt Jochem Freyer.

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