VBB plant flexible Angebote

Nächstes Jahr führt der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) zwei Pilotprojekte für flexible Tarifangebote ein.

VBB plant flexible Angebote

In Frankfurt (Oder) plant der Verkehrsverbund für den Geltungsbereich AB ein neues Abonnement: das „VBB-Abo flex“. Fahrgäste erhalten durch Zahlung einer monatlichen Grundgebühr von 4,90 Euro die Möglichkeit, Einzelfahrkarten und Tageskarten mit 25 Prozent Rabatt für das Frankfurter Stadtgebiet zu erwerben. Dieses Abonnement lässt sich monatlich kündigen.

In Berlin probiert der Verkehrsverbund ein anderes Modell: das „VBB-FlexTicket“. Fahrgäste können dort ein Acht-Tageskarten-Paket für den Tarifbereich AB zum Preis von 44 Euro kaufen, also 5,50 Euro je 24 Stunden. Die im Paket erworbenen 24-Stunden-Karten müssen innerhalb eines Monats verbraucht werden. Das Paket bietet der VBB digital für Smartphones an. Nur an ausgewählten Kundenzentren oder Verkaufsstellen soll es analog verfügbar sein.

Die beiden Projekte haben zunächst eine Laufzeit von zwei Jahren. Der VBB will sie in regelmäßigen Abständen evaluieren, begleiten und prüfen. Beide Pilotprojekte beginnen am 1. Januar 2022. Der Testzeitraum endet spätestens am 31. Dezember 2023.

Die Corona-Verbote und der damit verbundene drastische Rückgang an Fahrgästen im öffentlichen Nahverkehr führte im Jahr 2020 und im ersten Halbjahr des Jahres 2021 zu einem Einbruch der Fahrgastzahlen von 32 Prozent und einem Einnahmenrückgang von rund 20 Prozent. Der VBB befürchtet, dass sich der Trend, zu Hause zu arbeiten, nach der Corona-Krise fortsetzt. Auf solche Gelegenheitspendler zielen die flexiblen Angebote vor allem ab.

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