Partneruniversität in Charkiw brennt

Die Europa-Universität in Frankfurt (Oder) reagiert betroffen auf Russlands Beschuss ihrer Partner-Universität im ukrainischen Charkiw.

Partneruniversität in Charkiw brennt

„Tief erschüttert habe ich von der Zerstörung von Gebäuden unserer Partner-Universität, der Nationalen W.-N.-Karasin-Universität Charkiw, erfahren“, berichtet Prof. Dr. Julia von Blumenthal, Präsidentin der Frankfurt Universität, wo ungefähr ungefähr 150 Ukrainerinnen und Ukrainer studieren oder arbeiten. Die Viadrina ist durch langjährige Kooperationen und Ukraine-Forschung tief mit dem Land verbunden, das Russlands Diktator Wladimir Putin seit einer Woche angreift.

„Der Raketeneinschlag ist ein Anschlag auf das Leben von Kolleginnen und Kollegen sowie Studierenden, die seit Tagen unter den Angriffen auf ihre Stadt leiden“, schreibt von Blumenthal und appelliert an die internationale Staatengemeinschaft, auf die Einrichtung von humanitären Korridoren hinzuwirken. „Wir bekräftigen unsere Solidarität mit unseren Partnern an der Nationalen W.-N.-Karasin-Universität Charkiw und verurteilen den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine erneut aufs Schärfste.“

Für den Fall, dass ukrainische Flüchtlinge in Frankfurt ankommen, erweitert die Europa-Universität Viadrina jetzt Studienvorbereitungskurse, bietet Studienplätze an und organisiert in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk Unterkünfte. Am Freitag, dem 4. März lädt das studentische Wohnprojekt „verbuendungshaus fforst“ von 18 bis 22 Uhr zu einer Solidaritätsnacht in die Forststraße 4 in Frankfurt (Oder) ein. Unter Einhaltung der 3-G-Regel sind dort alle willkommen, die sich mit der Ukraine solidarisieren wollen und nach Möglichkeiten der Unterstützung suchen.

„Unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit langjähriger Ukraine-Kompetenz tragen mit ihren Analysen zur Aufklärung bei und ordnen das Geschehen ein. Ukrainische Studierende und Forschende an unserer Universität erheben ihre Stimme und wir unterstützen sie dabei mit Mediengesprächen und in online-Veranstaltungen“, erklärt Prof. Dr. Julia von Blumenthal.

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