Neue Regeln in Frankfurt

Am Freitag, dem 16. Oktober 2020 erreichte Frankfurt (Oder) den Corona-Warnwert von 20,3 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen.

Neue Regeln in Frankfurt

In den letzten sieben Tagen bestätigten Tests über 20 neue Frankfurter Corona-Fälle. Damit ist der erste Grenzwert von 35 neuen Infektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner überschritten. Insgesamt sind 32 Personen im Stadtgebiet infiziert. 122 befinden sich in Quarantäne. Ab sofort treten wie im benachbarten Landkreis Oder-Spree zusätzliche Vorschriften und Verbote der Landesregierung in Kraft.

Die Verordnung der Landesregierung verbietet nach Überschreitung des Warnwerts private Feiern im Wohnraum und dazugehörigen Grundstück mit mehr als 25 Anwesenden und in öffentlichen oder angemieteten Räumen mit mehr als 50 Anwesenden. Ab jetzt müssen Veranstalter private Feiern mindestens drei Werktage vor Veranstaltungsbeginn dem zuständigen Gesundheitsamt unter Angabe des Veranstaltungsorts und der geplanten Anzahl der Gäste anmelden. Die Meldepflicht besteht ab sechs Teilnehmern außerhalb des eigenen Hausstands.

Obendrein verschärft sich die Maskenpflicht. Sie gilt jetzt ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr auch in Aufzügen, und in Gaststätten für Personal mit Gästekontakt und für Gäste, soweit sie sich nicht auf ihrem festen Platz aufhalten, auch bei geschlossenen Gesellschaften. In Büro- und Verwaltungsgebäuden müssen Beschäftigte, Besucherinnen und Besucher Masken tragen, sofern sie sich nicht auf einem festen Platz aufhalten und den Mindestabstand nicht einhalten können.

Die Frankfurter Stadtverwaltung führt den Anstieg auf Fehlverhalten der Bürgerinnen und Bürger zurück. „Nachdem die gesunkenen Infektionszahlen während der Sommermonate immer mehr Menschen dazu verleiteten, ein weniger umsichtiges Verhalten an den Tag zu legen und die vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen zuletzt vermehrt zu ignorieren, ist nun deutschlandweit die Situation eingetreten, vor der viele Expertinnen und Experten gewarnt haben“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der Verwaltungsspitze.

Oberbürgermeister René Wilke, zurzeit auf einer Urlaubsreise, teilt mit: „Die aktuelle Situation in unserer Stadt ist sehr ernst. Gelingt es uns nicht, die Zunahme an Infektionen schnell wieder unter den Warnwert zu drücken oder überschreitet die Inzidenz die Grenze von 50, treten Szenarien in Kraft, die erhebliche Auswirkungen auf unsere persönliche Freiheit und die Unternehmen der Privatwirtschaft haben. Nicht zuletzt sind Menschenleben in Gefahr. Ich appelliere an alle Frankfurterinnen und Frankfurter, auf nicht erforderliche Sozialkontakte möglichst zu verzichten, die AHA-Regeln unbedingt einzuhalten und sich verantwortungsvoll gegenüber ihren Mitmenschen zu verhalten. Nur so können wir diese kritische Situation gemeinsam meistern.“

Logo